Projekt „Was uns zusammenhält“


Versuch einer Beschreibung:

Da wir uns mit gesellschaftskritischen Fragen auseinandersetzen möchten, beabsichtigten wir 2013, uns mit unseren Exponaten in unserer Ausstellung „Humanimal“ mit der Problematik „Welche Stellung nimmt der Mensch ein gegenüber dem anderen Menschen (human)“ und „In welcher Beziehung steht er zu Tier & Natur (animalisch)?“ zu befassen.

Hierüber „philosophierten“ wir, Manfred Dübelt und Jörg Marx, und überlegten, ob die vielen Fragen und Antworten, die im Zusammenhang mit unserer Ausstellung standen, auch grafisch darstellbar sein könnten, damit diese - der guten Orientierung wegen - im „verdichteten Zustand“ im Ergebnis so etwas wie einen „roten Faden“ ergeben würden.

Wir erdachten eine Möglichkeit, die Fragen und Antworten grafisch darzustellen, um unseren Ausstellungsbesuchern (vor allem bei Kinder- und Schulklassenführungen) so etwas wie einen „roten Pfaden“ anzubieten, mit dem sie sich ein wenig besser auf ihrem Weg durch die orientieren könnten.

Im Rahmen einer Auswahl und Zusammenstellung unserer Exponate entwarf Manfred Dübelt zunächst eine Ideenskizze:



Bei unserem Gedankenaustausch an der Tafel stießen wir immer wieder auf diese Fragen:

Worum geht es?Was wollen wir?

Und letztlich fragten wir uns:

Wer oder was hält die Welt (noch) (nicht) zusammen?

Unsere Debatte endete in einem grafischen Versuch, in einem von uns gesponnenen „roten Faden“, ja sogar in einer „mathematischen Un/Gleichung:



Verhält sich der Mensch „human“, wenn er über den anderen Macht und Gewalt ausübt, um gierig nach maximalem Profit zu streben? In welcher Maßlosigkeit lebt er in den entwickelten Industrienationen? Führen das nicht zu Armut und Dürre? Ist sein Verhalten dann eigentlich „human“ oder am ehesten „animalisch“, und ist das Tier gewissermaßen nicht „human“ (mit seinesgleichen und mit seiner Natur), weil es nur das verbraucht, was es tatsächlich benötigt? Hat der Mensch deshalb und überhaupt ein Recht, sich über das Tier und die Natur zu erheben?

Das ist die eine (linke) Seite (der Grafik). Die andere (rechte): Was wollen wir? Verhält sich der Mensch am ehesten „humanimal, wenn er im Umgang miteinander die Ideale der französischen Revolution anstrebt und dabei den Tier- und Naturschutz in vollem Umfang respektiert (Humanimalität)?

Sind Armut und Dürre (linke Seite) mit der Humanimalität (rechte Seite) in Einklang zu bringen? Nein, sie stehen sich unvereinbar, inhumanimal gegenüber!

Ungleichung:     Macht & Gewalt + Profit & Gier & Maßlosigkeit = Armut & Dürre Humanimalität

Gleichung:          Ideale der französischen Revolution + Tier- und Naturschutz Humanimalität

Ja, es ließe sich in letzter Konsequenz sogar die visionäre Frage stellen:

Wenn es dem Menschen gelänge, Humanimalität für die Verbesserung seiner Lebensgrundlage in vollem Umfang durchzusetzen, dann müsste doch hier  sogar die Rede von einer neuen Gesellschaftsordnung sein, die demzufolge hieße:

„Humanimalismus“

Eine solche Vision - wäre die nicht toll?!