NABU Hamburg ☛ Hanse-Umweltpreis 2014 & 2016


Hamburg, am 04.09.2014 & 26.09.2016


Bewerbung für den Hanse-Umweltpreis 2014 & 2016

Da wir uns auch mit gesellschaftskritischen Fragen auseinandersetzen, beabsichtigten wir, uns bereits in unserer Ausstellung „Humanimal“ mit der Problematik „Welche Stellung nimmt der Mensch mit /unter seinesgleichen ein (human), und in welcher Beziehung steht er zu Tier & Natur (animalisch)?“

Um diese sehr wichtige Problematik vor allem Schülern detaillierter vorzustellen, entschieden wir uns im Rahmen angebotener Schulbesuche (in Abstimmung mit den Lehrplänen an unserem Projekt interessierter Lehrer) für folgende beispielhafte Exponate:

„Fiesenhof“ - schon (absichtlich) phonetisch zum Verwechseln ähnlich mit dem Unternehmen „Wiesenhof“, das im Umgang mit seinen Tiermastanlagen und den Selektionsverfahren im Schlimmsten durch die Tierschützer von sich reden machte.

„Berühren und berührt sein!“ ist die Devise unserer Themenauswahl und unserer künstlerischen Umsetzung. Der am Exponat Interessierte zieht im herkömmlichen Sinn die Spieluhr auf, und beim Abspielen der Melodie setzt sich durch einen elektrischen Kontakt die unaufhörliche und rasante 360-Grad-Torsion des Geflügelhalses in Gang.

Eine Gestalt - wie der Mensch als nicht vollständiger Faun oder wie der Faun als nicht vollständiger Mensch - sitzt längst auf einem Atomfass, das - inzwischen porös geworden - begonnen hat zu strahlen. Es ist also längst 5 vor 12! Gibt es da noch Alternativen - oder ist alles bereits (nach einstiger Wortschöpfung unserer Bundeskanzlerin) „alternativlos?“ Fragen, die zum Nachdenken anregen, nach Antworten suchen lassen und zum Handeln drängen wie verpflichten sollten!

Die Gänsestopfanlage »Stille Nacht - Gänseleins Pracht« - ein interaktives Exponat, das den Besucher auffordert, die Gans mit simuliertem Schrotbrei (gelbe Holzkugeln) zu „stopfen“. Das Problem: Der Fütterungskreislauf (Förderband) wird durch relativ hohes Tempo beim zeitgleichen Erklingen der Musikspielwerkskomposition „Stille Nacht - Martinsgans‘ Pracht“ (analoge Textanpassung nach „Stille Nacht, heilige Nacht“) aufrecht erhalten, sodass der „Proband“ - will er diesen Kreislauf nicht zur „Betriebsstörung“ führen - recht bald nachempfinden kann, wie es solcher Stopflebergans ergehen mag, wenn sie mehrmals täglich bei entsprechender Atü-Zahl mit entsprechend hoher Schrotbreimenge „gefüttert“ wird.

Ihre Frage „Wer profitiert von dem Projekt?“ hat uns auf die Idee gebracht, diese Ausstellung „Humanimal“ als ein Projekt zu erkennen, weil es nicht einfach „nur“ eine Ausstellung im Jahr 2013 war. Jetzt sind die ausgewählten Exponate eine kleine „Wanderausstellung“, denn wir könnten sozusagen aus dem Stand auch in Worms, Cottbus oder Münster unsere beispielhaften Exponate für Unterrichtszwecke präsentieren, wenn sich Möglichkeiten böten oder man nach uns riefe.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, ausgewählte Exponate, aber auch Ateliergespräche für die Aufklärungsarbeit (Umweltschutz-)Organisationen und Vereinen wie NABU, PETA, VIER PFOTEN anzubieten.

Des Weiteren sind Exponat-Leihgaben für die Aufklärungsarbeit an (Umweltschutz-)Organisationen und Vereine wie NABU, PETA, VIER PFOTEN möglich. Genauso folgen wir Einladungen zu Ateliergesprächen mit Schulklassen im Rahmen ihres Fachunterrichts, oder wir sind auch bereit, Teilausstellungen beispielsweise in Schulaulen auf die Beine zu stellen, um Schulklassen ihren Fachunterricht  wie Naturkunde und Biologie oder Literatur und Geschichte (Philosophie) lebendiger zu gestalten helfen.

Wir wünschen uns von Herzen, dass Sie diese Projektidee für prämierungsfähig und -würdig halten zum Wohl einer besseren Zukunft nachfolgender Generationen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Dübelt und Jörg Marx